Auftaktniederlage

08.09.2025

Mit 1:4 (1:2) musste sich unser FCC in einem intensiven und zugleich sehenswerten Spiel der TSG Hoffenheim geschlagen geben.

Exakt 120 Tage nach dem letzten Bundesligaspiel unserer FCC-Frauen bei der TSG Hoffenheim (0:4) geht es nun in der Google Pixel Frauen-Bundesliga wieder los - und das gegen eben jene TSG Hoffenheim, gegen die unser FCC auch die letzte Erstligasaison beschloss. 

Nach dem Klassenerhalt unserer FCC-Frauen heißt es auch in der vor uns liegenden Erstligasaison das klare Ziel "Klassenerhalt". Dass dies bei der nun um zwei Vereine und damit vier Saisonspiele vergrößerte Liga eine noch größere Aufgabe werden wird, ist völlig klar, zumal die Erstliganeulinge 1. FC Union Berlin, Hamburger SV und der 1. FC Nürnberg alles starke und bundesweit bekannte Fußballvereine sind, die in dieser Saison das gleiche Ziel wie unser FCC verfolgen.

Bis auf die verletzten Spielerinnen Fiona Gaißer (Knie), Gwen Mummert (Knöchel) und die erkältete Melina Reuter konnte FCC-Trainer Florian Kästner gegen den Sechsten der Vorsaison nahezu aus dem Vollen schöpfen. 

Nach knapp fünf Minuten Spielzeit erlebten die 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauer im Stadion die erste Möglichkeit für die Kraichgauerinnen durch Delacauw, die sich aus gut 20 Metern ein Herz nahm und abzog - über das Tor. Sie war es auch, die nach einem Freistoß aus dem Halbfeld frei vor Jenas-Schlussfrau Hannah Etzold auftauchte, den Ball aber nicht verarbeiten konnte (7.). Keine Minute später bot sich dann die Chance für den FCC, als Rieke Tietz einen Heber über die viel zu weit vor dem Kasten stehende Laura Dick ansetzte, der jedoch weit über das Hoffenheimer Tor flog (8.). Das Tor fiel auf der anderen Seite. Selina Cerci ließ sich im Eins-gegen-Eins mit Jenas Schlussfrau die Chance nicht nehmen, umkurvte Jenas Keeperin und schob ins leere Tor zur frühen Führung für die TSG ein (8.). Der FCC schüttelte sich nur kurz und kam durch Noemi Gentile in der zehnten Süpielminute mit einem Distanzschuss zum Abschluss. Es entsponn sich ein intensives Spiel, in dem der FCC immer wieder die Gegnerinnen hoch atackierte und so manchen Balle in Ballerobern konnte. Jena war im Spiel. Nach einem Eckball von der rechten Seite - getreten von Bente Fischer - lauerte am zweiten Pfosten Merza Julevic, die den Ball ins lange Eck zum1:1 einschob (18.). In der 27. Spielminute war es wieder Cerci, die Jenas Schlussfrau prüfte. Doch Hannah Etzold parierte prächtig und hielt ihrem FCC das 1:1 fest. Jena wurde immer mutiger und war speziell in den zweikämpfen griffig. Längst sahen die Fans in der ad hoc arena im Ernst-Abbe-Sportfeld ein intensives Spiel auf Augenhöhe. Und auch wenn nach einem Eckball Lisa Goras Versuch aus der Distanz scheiterte, so blieb Jena am Drücker (36.). Umso bitterer die 38. Spielminute, als die TSG durch ein Tor von Meliassa Kössler, die ein Jenaer Geschenk mit einem harten Flachschuss dankbar annahm, wieder in Führung ging. In der 41. Spielminute die Riesenchance für die TSG, auf 3:1 zu erhöhen, als Felicia Sträßer im Spielaufbau den Ball an Hoffenheims Grabwoska verlor, die frei aufs Tor zulief und dort in Hannah Etzold ihre Meisterin fand. Sie war es auch, die nur wenige Minuten später wieder eine 100-prozentige Chance der Kraichgauerinnen - dieses Mal durch Delacauw nach Grabwoska-Steckpass - zunichte machte und somit Jena zur Pause mit dem knappen 1:2-Rückstand im Spiel hielt. 

FCC-Trainer Florian Kästner brachte mit Beginn der zweiten Spielhälfte Steffi Schmid für Bente Fischer in die Partie, die kurz nach Wiederbeginn duch Selina Cerci, die per Kopf hachdünn das Tor verfehlte, mit einer Hoffenheimer Großchance weiterging (47.). Drei Minuten später flanke die kreuzgefährliche Cerci in den Jenaer Strafraum, wo Melissa Kössler mit dem Kopf zur Stelle war. Hannah Etzold ear zwar noch am Ball, doch auch sie konnte das 3:1 für die Hoffenheimerinnen nicht verhindern. Jena wehrte sich - in der 52. Minute mit einer Doppelchance von Nelly Juckel, die es von der Strafraumkante probierte und durch Noemi Gentile, die am ersten Pfosten abschloss und nur knapp scheiterte. Es blieb ein ansehnliches und abwechslungsreiches Spiel, zu dem beide Mannschaften etwas beitrugen, auch wenn die TSG mit ihrer Athletik die insgesamt gefährlichere Mannschaft blieb, die sich aber wieder und wieder an Jenas Schlussfrau die Zähne ausbiss. Dennoch steckte der FCC nie auf und kam auch selbst immer wieder zu eigenen Offensivaktionen. Doch die Tore schossen weiter die Kraichgauerinnen. So auch in der 68. Spielminute, als Selina Cerci einen wunderbaren Spielzug überlegt mit ihrem Treffer zum 1:4 abschloss. Die Hoffenheimerinnen waren in der zweiten Halbzeit das klar Ton angebende Team, was sich nun auch in einem deutlichen Zwischenstand ausdrückte. Jenas Noemi Gentile versuchte es fünf Minuten vor Schluss nochmals aus der Distanz, doch es blieb letztlich beim 1:4 aus Jenaer Sicht, was vor allem mit Blick auf die zweite Halbzeit und die Chancenverteilung auch so in Ordnung ging. 

Spielstatistik

Mannschaftsaufstellungen:
FCC: Etzold - Bonsu, Fischer (46. Schmid), Ihlenburg, Sträßer, Juckel (69. Rankin) - Julevic (C), Gora (75. Andersson) - Jaron (69. Reske) - Tietz (75. Margraf), Gentile
TSG: Dick - Kaut (79. Sinka), Rankin, Diehm (C), Janssens, Grabowska (59. Steiner), Ampoorter (Grimm), Gloning, Delacauw, Kössler (80. Doorn), Cerci

Tore:
0:1 Cerci (8.)
1:1 Julevic (18.)
1:2 Kössler (38.)
1:3 Kössler (50.)
1:4 Cerci (68.)

Zuschauer:
1.001

Schiedsrichter:
Lara Wolf, Adrian Mazurkiewicz, Jennifer Steingräber

Partner der FCC-Frauen