Den Klassenerhalt macht unser FC Carl Zeiss Jena von der Couch aus fest. Mit der Niederlage von Turbine Potsdam am Freitag stand fest, dass der FCC auch in der kommenden Saison auf jeden Fall erstklassig und in der Google Pixel Frauen-Bundesliga spielen würde.
Mit dieser Erkenntnis im Rücken sowie dem Selbstbewusstsein aus den vergangenen drei Spielen, in denen sieben Punkte eingesammelt worden, trat die Mannschaft den weiten Weg nach Bremen an. Dort empfing sie der SV Werder, der als Pokalfinalist und etablierter Klub die Favoritenrolle inne hatte.
Doch den Jenaerinnen war die gewonnene Selbstsicherheit anzumerken. Mit der nach einer Gelb-Rotsperre zurückgekehrten Fiona Gaißer, suchten wir auf Platz 11 den Weg nach vorne. Einige gute Vorstöße wussten die Bremerinnen noch zu verteidigen. Für Aufregung sorgten auch einige Ausflüge von Torhüterin Livia Peng, die in höchster Not teilweise stark, aber auch nervös klärte. Auf unseren Seiten wussten vor allem Isabella Jaron und Melina Reuter zu überzeugen.
Lange hatte der FCC das Spielgeschehen unter Kontrolle und verzeichnete mehr Abschlüsse. In der 39. Minute ging dann aber Werder in Führung. Bei einer Ecke von der rechten Seite stimmte die Zuteilung im Sechzehner nicht ganz. Aber was Larissa Mühlhaus aus der hohen Hereingabe machte, war auch einfach sensationell. Per Fallrückzieher traf sie die Kugel aus elf Metern perfekt und erzielte das 1:0. Von diesem Kaltschlag wusste sich der FCC bis zur Pause noch nicht ganz zu erholen und hatte Glück, dass kein weiterer Gegentreffer dazukam.
Zur Pause wechselten die Gastgeberinnen, während das Team von Florian Kästner unverändert blieb. Beide Teams lauerten jetzt vor allem auf Fehler des Gegners. Während der SVW eine gute Möglichkeit nach einer schwach verteidigten Flanke ungenutzt ließ, bot sich Noemi Gentile wenig später die riesige Chance zum Ausgleich. Die Angreiferin luchste Peng bei einem erneut glücklosen Ausflug den Ball ab, zog sofort ab, verfehlte das leere Tor aus 25 Metern aber nur um Zentimeter. Die Partie pendelte nun etwas hin und her. Werder kam gerade durch Standards immer wieder gefährlich vor das Tor von Mariella El Sherif.
Werder verzeichnete 15 der 16 Abschüsse in der zweiten Halbzeit und kam kurz vor Schluss durch Saskia Matheis zum folgerichtigen 2:0. Die letzten Anläufe unserer Mannschaft blieben ohne Ertrag. Ein Konter der Gastgeber mitsamt trockenem Abschluss von Patrícia Pápei zum 3:0 markierte den Schlusspunkt und Endstand.
Auch wenn ein nächstes Erfolgserlebnis ausblieb, konnte der FC Carl Zeiss die Rückreise erhobenen Hauptes antreten. Gerade der erste Durchgang zeigte die Weiterentwicklung der letzten Wochen und weckte Vorfreude auf mehr.
Nächste Woche Montag (5.5.) steht mit dem Highlight gegen den FC Bayern München noch eine große Aufgabe an. Anpfiff zum letzten Heimspiel der Saison ist dann um 18 Uhr!
Tickets gibt es unter www.fcc.ticketshop.de