FCC-Frauen entführen drei Punkte aus Potsdam

27.08.2023

Mit 1:0 (0:0) setzte sich das Team von Trainer Florian Kästner beim 1. FFC Turbine Potsdam durch und veredelte damit - trotz Unterzahl im KarLi - den Saisonstart mit dem zweiten Sieg im zweiten Ligaspiel.

Das war eine reife Jenaer Leistung im ersten Ostderby in der 2. Frauen-Bundesliga gegen eine starke Mannschaft mit Aufstiegsambitionen, die am Ende mit 1:0 niedergerungen wurde. Der FCC kam zunächst gut in die Partie gegen die Turbinen, die sich nach 11 Minuten erstmals dem Jenaer Tor näherten, als Jennifer Cramer nach einer Freistoßflanke mit dem Kopf zur Stelle war. Aber insgesamt gelang es der Jenaer Mannschaft gut, die ambitionierten Potsdamerinnen vor etwa 800 Zuschauerinnen und Zuschauern im kultigen Karl-Liebknecht-Stadion offensiv nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, was freilich FCC-Trainer Florian Kästner freute: "Potsdam hat natürlich Qualität, aber wir haben sehr gut dagegen gehalten, standen kompakt, haben gut verschoben und auch gute Ballgewinne gehabt. Allerdings verpassten wir es, im richtigen Moment auch mal tief umzuschalten. Aber insgesamt haben wir das heute gegen den Ball richrig gut gemacht." Wenn die Turbinen zu Gelegenheiten kamen, so waren dies meist Halbchancen aus dem Rückraum oder nach Standards. So auch als sich nach einem Eckball eine Kopfballchance für Potsdams Irena Kosnezow bot, die den Ball jedoch knapp über das Tor setzte (25.) oder nach Abschlüssen aus der Distanz (37./42.), die jedoch bei Jenas Torhüterin Jasmin Janning gut aufgehoben waren. So ging es trotz leichten Chancenplus' für die Turbinen torlos in die Halbzeitpause.

Im zweiten Spielabschnitt sollte sich im Grunde am Spielgeschehen nicht so viel ändern. Wieder hatten die Hausherrinen zu Beginn mehr vom Spiel, und wieder gelang es dem FCC, die ganz großen Möglichkeiten für die Gegnerinnen zu unterbinden. Die aktivere Mannschaft mit mehr Abschlüssen waren zwar die Turbinen, aber Gefahr für das Jenaer Tor gab es mit Ausnahme eines Flachschusses von Viktoria Schwalm (65.) fast ausschließlich durch Standards. Eine Viertelstunde vor Schluss musste der FCC einen Rückschlag verkraften, als Nelly Juckel die gelb-rote Karte sah und vorzeitig vom Platz musste (75.). In Anbetracht dessen, dass Nelly Juckel beim zweiten Foul den Ball spielte, eine mehr als diskutable Entscheidung, die Jena für die Schlussphase zusätzlich herausfordern sollte. Doch die Reaktion auf die plötzliche Unterzahl fiel anders aus als wohl von den meisten Zuschauern erwartet. Ganz im Gegenteil. Nach einem von Luca Birkholz und Johanna Seifert hervorragend ausgespielten Konter, dem ein Ballgewinn auf der linken Seite vorausging, ließ sich Hannah Mesch die Chance auch mit ihrem etwas schwächeren rechten Fuß nicht nehmen und brachte den FCC mit 1:0 in Führung (77.). In der Folgezeit verteidigte die Jenaer Mannschaft die knappe Führung und brachte das 1:0 über die Ziellinine - vor dem Hintergrund der Spiel- und auch Chancenanteile ein durchaus etwas glücklicher, aber in Anbetracht einer starken Defensive und konzentrierten Arbeit gegen den Ball auch kein unverdienter Sieg für die Mannschaft von Trainer Florian Kästner.

Während die Turbinen nun zwei 0:1-Niederlagen zu Buche stehen haben, freut sich der FCC, für den es am Sonntag, dem 3. September, 11:00 Uhr gegen die SG 99 Andenach weitergeht, über zwei Siege zum Saisonstart. 

Spielstatistik

Mannschaftsaufstellungen:

Turbine Potsdam: V. Fischer - Rouse, Kuszezow, Vianden, Deutsch (ab 61. Kyokawa), Cramer, Ito, Jordan, Schwalm (ab 82. Schmidt), Taslidza (ab 82. Grincenco), Selomhodcic,FCC: Janning - B. Fischer, Ter Horst, Heuschkel, Reuter (ab 57. Birkholz),Metzner, Bonsu (ab 84. Gora), Juckel, Mesch (ab 83. Lehmann), Julevic, Adam (ab 70. Seifert),

Torfolge:
0:1 Mesch (77.)

Zuschauer: 
802

Gelb-Rot: 
Nelly Juckel (75.)

 

 

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