FCC gewinnt Aufstiegskrimi gegen Hoffenheim

26.05.2024

Mit 2:0 (0:0) setzten sich die Frauen des FC Carl Zeiss Jena gegen das Tabellenschlusslicht TSG Hoffenheim II durch, mussten dabei aber lang auf die erlösenden Tore warten. Der Rest war Jubel!

Was war das für ein Krimi! Vor dem Spiel war klar: Gewinnt der FCC sein Spiel gegen die TSG, kann auf den anderen Plätzen in Ingolstadt (gegen die Turbinen) und in Meppen (gegen die Wölfinnen) passieren, was will - dann wären die FCC-Frauen wieder erstklassig.

Doch der FCC tat sich - famos unterstützt von 1.250 Fans - auf Platz 3 schwer gegen die bereits abgestiegenen Hoffenheimerinnen. Das sonst gewohnte Pressing unserer Mannschaft fiel dieses Mal etwas weniger aggressiv aus gegen eine Hoffenheimer Mannschaft, die nicht zum Gratulieren gekommen war, sondern sich mit allem, was sie hatte, gegen das Jenaer Team stemmte. Sie waren es auch, die die erste Chance auf dem Fuß hatten, als Milena Röder den Pfosten traf (7.). Zwar waren die FCC-Frauen spielbestimmend, ohne dabei jedoch zu nennenswerten Chancen zu kommen. Die großen Möglichkeiten hatten die Hoffenheimerinnen. Bei einem Konter war Leonie Schetter schon an Jenas Torhüterin Jasmin Janning vorbei, doch ihr Schuss wurde mit letztem Einsatz von Felicia Sträßer auf der Torlinie geklärt (39.). Somit blieb es zur Pause beim 0:0, das zu diesem Zeitpunkt noch genügte, um den Platz 2 zu verteidigen, da die Turbinen in Ingolstadt hinten lagen. 

Die zweite Halbzeit war geprägt von einem nervösen Spiel - es ging um viel, und man merkte dies auch. Jena mühte sich, offensive Akzente zu setzen. Jette ter Horst versuchte es nach einem abgewehrten Eckball volley aus der Distanz. Kapitänin Merza Julevic kam da schon freier aus zehn Metern zum Schuss, verfehlte das Gehäuse aber (62.). Fast parallel fiel in IIngolstadt der Ausgleich der Potsdamerinnen, die damit wieder am FCC vorbeizogen so wie auch die gegen die Wolfsburgerinnen führenden Meppenerinnen - damit war Jena zwischenzeitlich auf Rang 3 und raus aus den Aufstiegsrängen. FCC-Trainer Florian Kästner, dessen Vertrag am Vorabend um drei weitere Jahre verlängert wurde, reagierte und brachte frische Kräfte. 

Es waren noch sechs Minuten regulär zu spielen, die Anspannung riesig. Die eine Viertelstunde zuvor eingewechselte Nicole Woldmann brachte einen Freistoß passgenau in den Strafraum auf den Kopf von Felicia Sträßer, die mit ihrem Treffer den Bann zum viel umjubelten 1:0 (84.) brach. In der Nachspielzeit schoss die kurz zuvor eingewechselte Julia Arnold, die vor dem Spiel verabschiedet wurde, das Leder an die Latte und Josephine Bonsu sorgte im Nachsetzen per Kopf für die Entscheidung (90.+3.).

Die FCC-Frauen sind wieder erstklassig. Der Rest war Jubel. 

Spielstatistik

Mannschaftsaufstellungen:

FCC: Janning - Heuschkel, Sträßer, Metzner (ab 46. Juckel), Julevic, Gora, Fischer, ter Horst (ab 79, Mesch), Reuter (ab 8. Arnold), Bonsu, Birkholz (ab 69. Woldmann)

TSG II: Locher - Bitzer (ab 46. Wileschek), Schmidt Sanchez-Andrade (ab 69, Crnaveri), Backhaus, Gerber, Gebert (ab 64. Braun), Grimm, Röder, Schetter, Alp (ab 64. Waibel), Steiner

Tore: 
1:0 Sträßer (84.)
2:0 Bonsu (90.+3.)

Zuschauer: 
1.250

Partner der FCC-Frauen