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Deutliche Niederlage gegen Freiburg besiegelt Abstieg

03.05.2026

Mit 1:5 (0:3) unterliegt unser FCC den Breisgauerinnen, der damit nach zwei Jahren Erstligazugehörigkeit den Gang in die 2. Bundesliga antreten muss.

Das Spiel gegen den SC Freiburg war bei sieben Punkten Rückstand auf den HSV und damit das rettende Ufer des zwölften Tabellenplatzes ein Strohhalmspiel: Wollte man an den Kernbergen überhaupt noch eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt haben, musste das Heimspiel gegen den SC Freiburg unbedingt gewonnen werden. Das Ziel für das Spiel war klar - dessen Start brutal. Es dauerte exakt 38 Sekunden, da zappelte das Jenaer Netz. Nach einer flachen Hereingabe von der rechten Seite sorgte Svenja Fölmli aus etwa 20 Metern für den frühen Jenaer Nackenschlag. Doch der FCC schüttelte sich und blieb mutig. Zwar musste nach zehn Minuten Jasmin Janning im Jenaer Kasten einen Schuss von Bienz aus etwa 16 Metern entschärfen, doch in der 13. Spielminute war es dann Olivia Alcaide, die nach tollem Jenaer Spielzug und Zuspiel von nelly Juckel allein auf Freiburgs Keeperin zulief, jedoch in Adamczyk ihre Meisterin fand. Es war eine intensive Anfangsviertelstunde mit guten Offensivaktionen beider Teams. Und es blieb eine ansehnliche Partie, woran auch der FCC maßgeblichen Anteil hatte. So auch in der 19. Spielminute, als Noemi Gentile - einst in der Jugend für den SC Freiburg am Ball - aus gut 22 Metern Torentfernung per Freistoß den Querbalken traf. Kurz darauf musste Luca Birkholz auf Freiburger Seite verletzt den Platz verlassen - eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte, die sich die Jenenserin natürlich ganz anders vorgestellt hatte. Der FCC war am Drücker, während von den Breisgauerinnen nun wenig zu sehen war. Doch dann, in der 34. Spielminute, prüfte Fölmli wieder Janning im Jenaer Tor, die den Ball zwar parierte, aber dann beim Nachschuss von Kolb aus Nahdistanz machtlos war. Kurz darauf versuchte es Bienz nochmals aus der Distanz, aber Janning vergrub den Ball unter ihrem Körper und parierte sicher (36.). Kurz vor der Pause dann im Grunde die Vorentscheidung: Nach einem Freistoß von der rechten Seite war Fölmli zur Stelle, die direkt auf das lange Eck abzog. In diesen Ball spritzte - allerdings aus sehr abseitsverdächtiger Position - Sigurdardottir, die das 3:0 markierte (42.). So offen das Spiel auf dem Rasen war, so überdeutlich war die Führung brutal effektiver Breisgauerinnen, die das 3:0 mit in die Halbzeitpause nahmen. 

Dem FCC blieben 45 Minuten für nicht weniger als ein Wunder. Trainer Floian Kästner brachte mit Fiona Gaißer, Elena Mühlemann, Suya Haering und Isabella Jaron vier neue Kräfte in die Partie. Es dauerte eine knappe Viertelstunde, eh sich der FCC durch Toma Ihlenburgs Torschuss offensiv anmeldete (57.). Isabella Jaron versuchte es kurz darauf mit einem Freistoß aus der Distanz, der knapp über das Tor flog (58.). Der Freistoß danach war wieder gefährlich. Dieses Mal war es Ihlenburg, die ausführte und Jaron fand. Diese leitete per Kopf weiter auf Schenk, die aus spitzem Winkel an SCF-Keeperin Adamczyk scheiterte (60.). Nur zwei Minuten später stand wieder Schenk im Blickpunkt, als sie im Zweikampf gegen Sigurdardottir leicht zog, was Schiedsrichterin Wildfeuer genügte, um auf den Punkt zu zeigen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Freiburgs Nachtigall sicher zum 0:4 aus Jenaer Sicht (62.). Der FCC wehrte sich und kam nur zwei Minuten später nach einer Einzelaktion von Isabella Jaron - zuvor hatte Olivia Alcaide den Ball auf sie durchgelassen - zum 1:4 (64.). Jenas Frauen wollten sich mit Anstand aus der Liga verabschieden und taten alles, um das Ergebnis vielleicht doch noch etwas freundlicher zu gestalten. Doch Freiburg blieb am Drücker. Erst vereitelte Janning in der 79. Minute noch eine Riesenchance, als eine Freiburgerin allein vor ihr auftauchte. In der 84. Minute rettere dann der Querbalken beim Schussversuch von Ojukwu für die bereits geschlagene Janning. Doch in der 87. Minute musste Jenas Keeperin doch nochmals hinter sich greifen, als Fölmli allein auf sie zulief und zum 1:5 einschob - gleichbedeutend mit dem etwas zud eutlich ausgefallenen Endstand. 

Damit muss der FC Carl Zeiss Jena nach zwei Jahren in der Google Pixel Frauen-Bundesliga wieder den Gang in die 2. Bundesliga antreten. Und er tut dies erhobenen Hauptes. Denn auch wenn heute natürlich die Enttäuschung überwiegt, so bleibt auch der Stolz auf die Mannschaft, die sich mit vergleichsweise überschaubaren Mitteln gegen ihre Erstligakontrahenten mit viel Leidenschaft gewehrt hat. Erinnert sei da gern an das 0:0 gegen den FC Bayern München und das knappe DFB-Pokal-Halbfinalaus gegen den VfL Wolfsburg, der für den Finaleinzug das Elfmeterschießen brauchte. All das wird bleiben wie aber auch die Erkenntnis, dass unser FCC speziell in den direkten Duellen mit den um den Klassenerhalt kämpfenden Teams letztlich viel zu viel liegen ließ. 

Spielstatistik

Mannschaftsaufstellungen:
FCC: Janning - Ihlenburg (C), Andersson (46. Gaißer), Sträßer (46. Mühlemann), Alcaide, Tietz (73. Lehmann), Schenk, Bonsu (46. Haering), Gentile (46. Jaron), Reske, Juckel
SCF: Adamczyk - Karl, Axtmann, Felde, Bienz, Fölmli, Kolb (56. Ojukwu) , Birkholz (21. Kolb), Sigurdardottir (68. Maas), Nachtigall (68. Scherer), Schick (56. Stegemann)

Tore:
0:1 Fölmli (1.)
0:2 Kolb (34.)
0:3 Sigurdardottir (42.)
0:4 Nachtigall (62.) 
1:4 Jaron (64.)
1:5 Fölmli (87.)

Zuschauer:
716

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