FCC-Trainer Florian Kästner nahm drei Wechsel in der Startformation vor: Steffi Schmid kam für die angeschlagene Josephine Bonsu in die Partie, Merza Julevic für Emily Reske und Isabella Jaron rückte für Nelly Juckel wieder in die Startelf. Im Tor des Tabellendritten von der Weser stand mit El Sherif eine alte Jenaer Bekannte, die sich als Nummer 1 durchsetzen konnte.
Es entwicklete sich bereits in den Anfangsminuten eine Partie, in der sich der FCC keineswegs gegen die klaren Favoritinnen versteckte, sondern immer wieder versuchte, offensive Akzente zu setzen. Doch Tormöglichkeiten blieben zunächst aus. Es dauerte eine Viertelstunde bis zur ersten Großchance des Spiels. Werder setzte sich bis zur Grundlinie durch, legte den Ball zurück, wo aus dem Rückraum Dieckmann abschloss, aber an einer stark haltenden Jasmin Janning im Jenaer Tor scheiterte (15.). Kurz darauf die Umschaltsituation für den FCC durch Noemi Gentile und Rieke Tietz - doch der letzte Ball kam nicht an und Jena nicht zum Abschluss (16.). Beide Teams arbeiteten gut gegen den Ball und machten es dem jeweilis anderen team schwer, für offensive Akzente zu sorgen. Stattdessen wechselte das Spielgerät zumeist sehr schnell den Besitzer. Aber es war ein intensives Spiel zweier Teams, die sich ungeachtet der Tabellenkonstellation spezell in der ersten Hälfte der ersten Halbzeit weitgehend auf Augenhöhe begegneten. Wenn es dann doch mal gefährlich wurde, dann war es jedoch zumeist der Gast aus dem Norden - so wie in der 21. Spielminute, als Mühlhaus aus guter Position abschloss, allerdings deutlich verzog. Mitte der zweiten Halbzeit zog Werder die Zügel an und wurde gefährlicher, doch es fehlte Präzision. Und wenn es mal brenzlig wurde, war Jasmin Janning da. In der 24. Spielminute hatte der FCC zudem etwas Glück, als ein Flachschuss von Werders Sternad denkbar knapp am zweiten Jenaer Pfosten vorbeistrich. Der FCC hatte sich nur wenig vorzuwerfen und in etwa ähnlich viel Ballbesitz wie die Gäste. Doch gute Ansätze endeten zumeist an der Strafraumkante, ohne zum Abschluss zu kommen. Das Spielgeschehen einer von beiden Teams engagiert geführten Partie fand vor allen Dingen zwischen den Strafräumen statt. Als es bereits so aussah, als würden die ersten 45 Minuten torlos über die winterkalte Bühne der ad hoc arena im Ernst-Abbe-Sportfeld gehen, zeigte Schiedsrichterin Davina Lutz für Bremen auf den Punkt (44.). Felicia Sträßers robuster Zweikampf gegen Werders Desic reichte der Unparteiischen für einen Strafstoß. Und diesen ließ sich Werders Mühlhaus nicht nehmen, die sicher zur 1:0-Führung der Gäste verwandelte.
Der FCC kam personell unverändert aus der Kabine, während Werder-Trainerin Fritzy Kromp die Schweizerin Arfaoui für Wieder in die Partie brachte. Das knappe Ergebnis ließ alles offen. Isabella Jaron setzte nach fünf Minuten in der zweiten Halbzeit ein erstes offensives Zeichen, als sie aus etwa 20 Metern direkt abzog. Doch Jenas Ex-Keeperin El Sherif parierte (50.). Der FCC, der nach einer Stunde mit Nelly Juckel und Emily Reske zwei frische Kräfte brachte, blieb aktiv, agierte gut gegen den Ball, wurde aber nicht wirklich gefährlich. Anders die Gäste, als Sternad im Jenaer Strafraum abzog und Gwen Mummert mit Einsatz und Glück rettete, als sie den Ball an den Pfosten spitzelte. Mitte der zweiten Halbzeit nahm Bremen das Heft mehr und mehr in die Hand. Nach einer Flanke der auffälligen Sternad war Mühlemann mit dem Kopf zur Stelle. Doch ihr Versuch war zu zentral und so kein Problem für Jenas Janning ((73.). Jena versuchte alles und stellte für die Schlussviertelstunde auch taktisch um und agierte nun mit einer Viererkette. In der 79. Spielminute fällt Isabelle Jaron im Strafraum Bremens, nachdem sie von Dieckmann gehalten wurde - Glück für Bremen, dass dies ungeahndet blieb. In der 83. Minute hatte Bremen die Vorentscheidung auf dem Fuß. Und wieder war es Strernad, die abschloss, doch Nelly Juckel rettete vor der Linie. Das Spiel blieb spannend bis zum Schluss. Der FCC hätte sich nach einem engagierten Spiel das Tor und auch einen Punkt verdient. Doch letztlich blieb es auch nach sechs Minuten Nachspielzeit beim knappen, aber gemessen an den Chancen letztlich auch so in Ordnung gehenden 1:0 für die Gäste.
Spielstatistik
Mannschaftsaufstellungen:
FCC: Janning - Mummert, Ihlenburg (C), Sträßer (68. Haering) - Schmid, Mühlemann, Julevic (61. Reske), Gora (78. Reuter) - Tietz, Gentile (61. Juckel), Jaron
SV Werder Bremen: El Sherif - D'Angelo, Nemeth, Ulbrich, Weiß - Dieckmann, Hausicke - Wieder (46. Arfaoui), Mühlhaus, Sternad (90. Walkling) - Desic (84. Wichmann)
Tore:
0:1 Mühlhaus (45.+1/FE)
Zuschauer:
716
Schiedsrichterteam:
Davina Lutz (Jessica Bergmann / Simone Jakob)