Die letzte Einheit vor dem Abschlusstraining war eine etwas andere: Halfen unsere Spielerinnen doch beim gemeinsamen Schneeschieben auf dem Rasen in der ad hoc arena im Ernst-Abbe-Sportfeld mit, um den Spielbetrieb in der kommenden Woche hoffentlich möglich zu machen. Die anstehende Aufgabe heißt aber erst einmal „Union Berlin“, und diese Partie wird im "Stadion an der Alten Försterei" ausgetragen. Hört man diesen Stadionnamen, hat der FCC-Fan sofort Bilder vor Augen, die jubelnde Spielerinnen, ein feierndes Trainer- und Staffteam und begeisterte Auswärtsfahrer zeigen. Ist es doch der Schauplatz des DFB-Pokal-Achtelfinals, das mit einem 1:0-Sieg unserer Zeiss-Elf endete. Das goldene Tor köpfte Toma Ihlenburg kurz vor dem Pausenpfiff in die Maschen der „Eisernen Ladies“.
Damit steht die Bilanz gegen die Mannschaft aus der Hauptstadt ausgeglichen da. Beim Hinspiel in der Liga mussten wir uns zuhause knapp mit 1:2 geschlagen geben. Im September war es Dina Orschmann, die in der 90. Minute noch zum Sieg für Union traf. Es folgte der erwähnte FCC-Sieg im Pokal in der Berliner Wuhlheide im November.
Damals schon waren die Temperaturen niedrig. Ein Umstand, unter dem die ersten beiden Spiele in diesem Jahr in der heimischen Arena abgesagt und verschoben werden mussten. Bevor der erste Nachholer gegen den FC Bayern steigt, begeben wir uns aber erst einmal auf die Fahrt nach Berlin. Mit dabei sind zwei Winterneuzugänge: Olivia Alcaide (28) und Lara Schenk (26) sollen für die nötige Erfahrung und Ergänzung in unserem Bundesligakader sorgen. Beide konnten sich bereits in der zweiten Halbzeit unseres einzigen Vorbereitungsspiels, gegen den 1. FFV Erfurt (15:0) zeigen. Verabschieden mussten wir uns im Winter hingegen von Anna Margraf (Ziel unbekannt), Sofie Lehmann (pausiert) und Julia Kassen. Unsere ehemalige Torhüterin werden wir am Sonntag in Berlin aber schon wieder sehen, hütet doch sie jetzt das Tor bei Union Berlin.
„Die ersten Wochen in der Vorbereitung waren witterungsbedingt natürlich eher multisportiv angelegt, mit vermehrten Krafteinheiten. Die Spielerinnen haben aber gut durchgezogen und sich von den Spielabsagen nicht aus dem Rhythmus bringen lassen, sodass wir uns jetzt den Auftakt gegen Union Berlin freuen, um zu zeigen, dass sich die intensiven Wochen gelohnt haben“, so Trainer Florian Kästner. Er selbst hat in der Zwischenzeit seine Pro-Lizenz beim DFB erfolgreich vollendet, die höchste Lizenz im europäischen Fußball.
„Das Ziel für die restliche Saison heißt weiterhin: den Klassenerhalt sichern! Es zählen keine Ausreden, wir müssen unser Spiel auf den Platz bringen und die nötigen Punkte einfahren – am besten natürlich am Sonntag schon in Berlin.“
Zu sehen gibt es das Spiel im Streaming bei MagentaSport und DAZN.