Gegen Hoffenheim II zeigte der FCC über weite Strecken eine dominante Leistung und belohnte sich in der Nachspielzeit mit zwei weiteren Treffern durch Annika Wohner und Emily Reske. Nun soll diese Leistung auch auswärts auf den Platz gebracht werden. „Wir wollen an unsere Leistung aus dem Hoffenheim-Spiel anknüpfen und die drei Punkte mit nach Jena nehmen“, gibt Cheftrainer Florian Kästner die Marschroute für die kommende Partie vor.
Wenn jeder Treffer zählt
Die Bilanz gegen Andernach ist aus Jenaer Sicht positiv, gleichzeitig zeigt sie, wie eng die Duelle bislang waren. Viermal standen sich beide Mannschaften gegenüber. Zwei Begegnungen konnte der FCC für sich entscheiden, einmal wurden die Punkte geteilt und einmal ging Andernach als Sieger vom Platz. Dabei fiel in keinem der vier Spiele die Entscheidung mit mehr als einem Tor Unterschied. Das zeigt: Zwischen Jena und Andernach waren die Partien bislang immer eine knappe Angelegenheit. „Andernach ist ein schweres Pflaster. Die vergangenen Spiele haben gezeigt, dass es dort nie einfach war“, weiß auch Florian Kästner um die besondere Herausforderung.
Das letzte Aufeinandertreffen liegt bereits einige Zeit zurück. Am 16. Spieltag der Saison 2022/23 musste sich der FCC in Andernach mit 1:2 geschlagen geben. Den Jenaer Treffer erzielte damals Annika Metzner. Die Offensivspielerin steht inzwischen im Dienste der SG Dynamo Dresden, nachdem sie den FCC im Sommer 2026 verlassen hat.
Viel Erfahrung auf Seiten der Gastgeberinnen
Andernach gehört in dieser Saison zu den Mannschaften mit dem höchsten Durchschnittsalter der Liga. 24,92 Jahre beträgt der Altersdurchschnitt des Kaders. Nur Viktoria Berlin und der VfL Bochum sind im Schnitt noch älter. Der FCC kommt dagegen auf 22,75 Jahre und liegt damit im Mittelfeld der Liga. Für Jena geht es damit darum, den Anschluss an die oberen Tabellenplätze zu halten. Doch dafür wird es eine konzentrierte Leistung brauchen. „Sie haben viel Zweitligaerfahrung und wissen, wie man solche Spiele annimmt. Deshalb müssen wir von Beginn an präsent sein und unser Spiel auf den Platz bekommen“, so Kästner.
Andernach mit offensiven Ansätzen
Zuletzt musste sich die SG 99 Andernach bei Eintracht Frankfurt II geschlagen geben. Zuvor gab es eine deutliche 0:6-Niederlage gegen den VfL Bochum. Der letzte Sieg liegt am 4. Spieltag zurück: Gegen die TSG Hoffenheim II drehte Andernach einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Erfolg. Schraa und Pfeiffer trafen in der 70. beziehungsweise 83. Minute. Trotz der jüngsten Niederlage zeigte Andernach gegen Frankfurt immer wieder gute Ansätze. „Gegen Frankfurt haben sie trotz der Niederlage ein gutes Spiel gemacht und viele Aktionen im letzten Drittel gehabt. Wir dürfen uns deshalb nicht von den letzten Ergebnissen täuschen lassen“, betont Kästner.
Besonders Carolin Schraa dürfte dabei erneut im Fokus stehen. Die 35-jährige Stürmerin belebt die Offensive von Anderanch bereits seit mehreren Spielzeiten. Die erfahrene Angreiferin kennt den FCC aus früheren Duellen und traf bereits beim letzten Aufeinandertreffen beider Teams. Ihre Erfahrung und Torgefahr machen sie zu einer Spielerin, auf die Jena besonders achten muss.
Drei Punkte als Ziel
Personell muss der FCC in Andernach definitiv auf drei Spielerinnen verzichten. Julyetta Christ fällt mit einem Handbruch aus, Hannah Lehmann fehlt aufgrund einer Knieverletzung. Auch Sarah Preuß wird nicht zur Verfügung stehen. Sie musste im Spiel gegen die TSG Hoffenheim II verletzungsbedingt ausgewechselt werden und fällt weiterhin aus. Trotz der Ausfälle reist der FCC mit klarer Zielsetzung nach Rheinland-Pfalz. Nach dem überzeugenden Auftritt gegen Hoffenheim soll die Leistung bestätigt und der nächste Schritt in der Tabelle gemacht werden. „Wir wissen, dass uns dort ein schwieriges Spiel erwartet. Trotzdem fahren wir mit dem Anspruch nach Andernach, unser Spiel durchzusetzen und drei Punkte mitzunehmen“, sagt Florian Kästner.
Die bisherigen Duelle zeigen, dass es dafür vermutlich Geduld, Einsatz und Konzentration über die gesamte Spielzeit brauchen wird. Denn in Andernach war es für den FCC bisher nie einfach. Nun soll sich das ändern – und der FCC will mit drei Punkten im Gepäck die Heimreise nach Jena antreten.

