Später Rückschlag in Andernach

21.09.2026

FCC-Frauen müssen sich der SG 99 Andernach trotz starkem Auftritt mit 1:2 geschlagen geben

Ein herbstlicher Fußballnachmittag in Andernach: Dunkle Wolken, kräftige Windböen und immer wieder einsetzender Regen begleiteten die Partie der FCC-Frauen bei der SG 99 Andernach. Auf dem Platz entwickelte sich von Beginn an ein offenes und ausgeglichenes Spiel, in dem beide Mannschaften den Weg nach vorne suchten.

Jena startete mit gutem Zug in die Partie, doch auch die Gastgeberinnen kamen immer wieder gefährlich nach vorne. Die erste richtig brenzlige Situation gab es in der 12. Minute. Andernach spielte von der Strafraumkante einen scharfen, flachen Ball in den Sechzehner. Die Angreiferin kam zum Abschluss, setzte den Ball jedoch über die Latte. Jasmin Janning wäre zwar zur Stelle gewesen, ob sie den Versuch hätte parieren können, blieb offen.

Nur eine Minute später folgte die nächste Großchance der Gastgeberinnen. Eine Andernacher Spielerin drang von der Strafraumkante in den Sechzehner ein und zog ab. Der Ball klatschte an die Unterkante der Latte. Ob die Kugel dabei die Torlinie vollständig überquert hatte, war aus der Situation heraus nur schwer zu erkennen. Das Schiedsrichtergespann ließ weiterspielen – es blieb beim 0:0.

Auf der anderen Seite kam Jena wenig später zu einer guten Standardsituation. Nach einem starken Steckpass von Rieke Tietz wurde Paula Rintzner zu Fall gebracht, nachdem an ihrem Trikot gezogen worden war. Die Folge: Gelbe Karte und Freistoß für den FCC aus rund 18 Metern. Napsugar Sinka trat an, setzte den Ball allerdings über das Tor.

Andernach geht in Führung

Auch der starke Wind beeinflusste das Spiel. Jena hatte den Wind im Rücken und versuchte immer wieder, sich mit langen Bällen aus der Defensive zu lösen. Die kräftigen Böen machten diese Zuspiele allerdings schwer berechenbar, sodass einige Bälle nicht dort ankamen, wo sie eigentlich landen sollten.

In der 29. Minute nutzte Andernach eine seiner Möglichkeiten schließlich zur Führung. Eine Flanke wurde hoch in den hinteren Bereich des Jenaer Strafraums geschlagen. Dort stand Caroline Schraa, die Nummer 7 der Gastgeberinnen, völlig frei und konnte den Ball per Kopf ins Tor einnicken. Für Jasmin Janning war nichts mehr zu machen – 1:0 für die SG 99 Andernach.

Jena ließ sich davon jedoch nicht entmutigen und hatte in der 34. Minute die große Gelegenheit zum Ausgleich. Rieke Tietz leitete den Ball sehenswert mit der Hacke auf Anna Olmala weiter. Olmala lief allein auf das Tor zu und schloss ab. Die Andernacher Torhüterin konnte den Ball allerdings nicht festhalten. Die Kugel wurde wieder frei und Paula Rintzner setzte nach. Aus kürzester Distanz brachte sie den Ball jedoch nicht im Tor unter und schoss knapp daneben. Eine äußerst ärgerliche Szene aus Jenaer Sicht. Mit der knappen Führung der Gastgeberinnen ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Zum Ende der ersten Halbzeit hatte strömender Regen eingesetzt. Mit dem Wiederbeginn ließ dieser jedoch wieder nach. Auch die personelle Situation war dabei nicht ganz einfach. Bereits zur Halbzeit hatte Jena drei Gelbe Karten gesammelt, sodass Florian Kästner zur Pause auch personell reagieren musste und brachte mit Emily Reske und Elira Terakaj zwei frische Kräfte. Und die Wechsel sowie die Ansprache in der Kabine zeigten unmittelbar Wirkung. Bereits in der 45. Minute schlug Rieke Tietz an der Strafraumkante einen Haken und zirkelte den Ball anschließend mit dem rechten Fuß ins kurze Eck. Ein starker Start in die zweite Halbzeit und der 1:1-Ausgleich für den FCC.

Jena blieb anschließend dran. In der 48. Minute führte gutes Angriffspressing zu einem Ballgewinn. Nach der Balleroberung kam Jena zum Abschluss, die Andernacher Torhüterin war jedoch zur Stelle und konnte den Versuch entschärfen.Insgesamt blieb die Partie auch in der zweiten Hälfte ausgeglichen. Beide Mannschaften suchten weiterhin den Weg nach vorne, doch Jena wirkte in den eigenen Offensivaktionen zunehmend gefährlicher. Der FCC drängte auf den nächsten Treffer, konnte sich für den engagierten Auftritt aber zunächst nicht belohnen.

Später Rückschlag in der 87. Minute

Je länger die Partie dauerte, desto offensiver agierte Jena. Der FCC stand hoch und wollte nach dem Ausgleich den nächsten Treffer erzwingen. Dadurch bot sich Andernach allerdings auch immer wieder Raum für Konter. Bereits zuvor hatte es eine erste brenzlige Situation gegeben, als Jasmin Janning weit vor ihrem Tor stand und ein Ball aus rund 40 Metern nur knapp am Tor vorbeiging. In der 87. Minute wurde Jena schließlich für das hohe Aufrücken bestraft.

Jena stand in der Schlussphase sehr hoch und drängte auf den Führungstreffer. In der 87. Minute wurde dieses offensive Risiko jedoch bestraft. Jasmin Janning spielte einen Fehlpass direkt in die Füße von Carolin Schraa. Diese ging ins Eins-gegen-eins mit der Jenaer Torhüterin. Janning kam noch heran und versuchte, die Situation per Grätsche zu klären, konnte den Ball jedoch nicht entscheidend entschärfen. Die Kugel landete wieder Caroline Schraa, die dadurch freie Bahn in Richtung Tor hatte und anschließend zum 2:1 für die SG 99 Andernach einschieben konnte.

Jena versuchte in den verbleibenden Minuten noch einmal alles, doch der erneute Ausgleich wollte nicht mehr fallen. Damit musste sich der FCC nach einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie und einer starken zweiten Halbzeit letztlich mit 1:2 geschlagen geben. Trotz der Niederlage zeigte die Mannschaft gerade nach dem Seitenwechsel eine engagierte Vorstellung und kam nach dem Rückstand schnell zurück ins Spiel. Am Ende entschied eine späte Szene zugunsten der Gastgeberinnen.

 

Später Rückschlag in Andernach

Partner der FCC-Frauen