Zum Jahresabschluss: Niederlage im Kraichgau

20.12.2025

Mit 5:1 (1:0) setzten sich die Gastgeberinnen aus Hoffenheim am Ende doch sehr deutlich gegen unsere FCC-Frauen durch, die somit ohne Punkte die Heimreise nach Jena antreten mussten.

Nach dem umjubelten 1:0-Auswärtssieg zum letztwöchigen Hinrundenende beim 1. FC Köln stand nun mit dem Jahresabschluss zugleich auch der Rückrundenauftakt an. Dieser führte unsere FCC-Frauen ins Kraichgau zur TSG Hoffenheim, genauer gesagt ins Sinsheimer Dietmar-Hopp-Stadion. 

FCC-Trainer Florian Kästner musste auf die noch gesperrte Top-Scorerin Isabella Jaron und kurzfristig auch auf Rieke Tietz (Oberschenkelverletzung) verzichten. Er ließ Melina Reuter und Nelly Juckel die Doppelspitze bilden, zentral dahinter spielte Lisa Gora. Die TSG agierte - nach dem Sieg zuletzt in Leipzig unverändert - in einem 5-3-2-System. 

Natürlich war das Ziel für den FCC klar: Den Schwung des Auswärtsdreiers am Rhein mit ins Kraichgau nehmen und gegen eine individuell starke Hoffenheimer Mannschaft zum Jahresabschluss Zählbares mitnehmen. Doch die TSG machte von Beginn an klar, ihrerseits auch vor Weihnachten nichts verschenken zu wollen. Es dauerte keine zehn Minuten, da zappelte Jenas Netz. Nach einem Eckball von der rechten Seite war die viel zu unbedrängt agierende Cerci mit dem Kopf zur Stelle. Doch für die bereits geschlagene Jasmin Janning stand Feli Sträßer auf der Linie, die jedoch den Ball nicht klären konnte: 1:0 für die Hausherrinnen mit dem neunten Saisontor von Cerci (9.). Der frühe Treffer spielte der TSG in die Karten, die dominant auftrat und den FCC oft in dessen Hälfte band. Mitte der ersten Halbzeit kam auch der FCC wieder besser in die Partie, die insgesamt chancencarm und nun auch ausgeglichen war. In der 25. Spielminute setzte Melina Reuter mal wieder ein offensives Zeichen, auch wenn die Kraichgauerinnen die Situation bereinigen konnten. Nach einer knappen halben Stunde prüfte Cerci mit trockenem Flachschuss auf den ersten Pfosten Jasmin Janning, die jedoch bravourös bestand (28.). Kurz darauf wieder ein guter Angriff über Jenas rechte Seite - eingeleitet von Gwen Mummert - von wo Melina Reuter ins Zentrum flankte. Jena hatte durchaus gute Offensivansätze, aber noch fehlte ein Abschluss des FCC (32.), der weiter dem unglücklichen, weil absolut vermeidbaren 0:1 hinterherlief. Die erste Jenaer Ecke ließ bis zur 38. Minute auf sich warten, der durchaus gefährlich war. Kurz darauf bereinigte Rankin im eigenen Strafraum gegen Reuter. Der FCC hatte durchaus seine Momenter - aber keinen einzigen Torabschluss. Es blieb dabei: Jena agierte auf Augenhöhe, ließ selbst nur wenig zu und musste sich über ein  vermeidbares 0:1 ärgern. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Hoffenheims Ampoorte das 2:0 auf dem Fuß, doch sie schoss nach starker Vorarbeit von Kössler den Ball deutlich über das Jenaer Tor (44.). So blieb es bei der knappen Führung der Hausherrinnen, was dem FCC für den zweiten Durchgang noch alles offen hielt. 

Doch so eng der erste Durchgang war, so deutlich wurde dann der zweite. Schnell sorgten die Hoffenheimerinnen für klare Verhältnisse. Die TSG kam mit Tempo über die linke Seite, von wo der Ball von Kaut mustergültig auf Cerci gespielt wurde, die wiederum Kössler in der Mitte fand, die eiskalt zum 2:0 verwandelte (53.). Eine Stunde war gespielt, da machte die TSG im Grunde den Deckel auf die Partie, als Harsch einen Fehler des FCC im Aufbauspiel gnadenlos ausnutzte, Toma Ihlenburg den Ball stiebitzte und dann mit Übersicht ins lange Eck zum 3:0 abzog (60.). Es dauerte keine zwei Minuten, da erlebten die knapp 700 Zuschauer im Dietmar-Hopp-Stadion fast eien Doubletzte des 3:0 - nur dass dieses Mal Cerci vollendete (62.). Als Suya Haering per Kopf in einen Hoffenheimer Ball spitzte, holte die kurz zuvor ins Spiel gekommene Helen Börner einen Foulelfmeter heraus, den sich Nelly Juckel vom Punkt nicht nehmen ließ (77.). Den Schlusspunkt setzten dennoch die Gastgeberinnen, als Hahn mit einer sehenswerten Einzelaktion aus dem linken Halbfeld heraus Richtung Strafraumeck zog und mit rechts den Ball ins lange Eck schlenzte - 5:1 und Endstand. So war es am Ende dann doch noch ein deutliches Ergebnis in einem Spiel, das der FCC im ersten Abschnitt weitgehend offen halten konnte. Aber individuelle Fehler des FCC bestrafte die TSG eiskalt. Positiv: Mit Helen Börner gab in Sinsheim ein 18-jährtiges Talent ihr Bundesligadebüt, und Hannah Lehmann kehrte nach überstandener Kreuzbandverletzung endlich wieder zurück auf das Feld.

Spielstatistik

Mannschaftsaufstellungen:

FCC: Janning - Schmid, Ihlenburg (C), Mummert - Haering, Mühlemann (56. Reske), Gentile (71. Julevic), Sträßer (86. Lehmann) - Reuter (71. Börner), Gora (56. Andersson), Juckel

TSG: Dick - Kaut (64. Hahn), Rankin (73. Vöhringer), Diehm, Janssens, Douma, Harsch, Ampoorter (73. Grimm), Gloning, Kössler (80. Alp), Cerci (64. Steiner)

Torfolge:
1:0  Cerci (9.)
2:0 Kössler (53.)
3:0 Harsch (60.)
4:0 Cerci (62.)
4:1 Juckel (77./FE)
5:1 Hahn (80.)

Zuschauer:
693
 

Partner der FCC-Frauen